
„Ich weiß es nicht.“
Eigentlich ein ganz normaler Satz. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass er im Arbeitsalltag oft schwerer fällt, als er müsste.
Gerade in Meetings oder wenn jemand als Expertin oder Experte wahrgenommen wird, entsteht schnell der Druck, direkt eine Antwort liefern zu müssen. Am besten klar, sicher und möglichst ohne großes Zögern.
Ich kenne das auf meine Art auch. Wenn mir jemand eine Frage stellt, kann ich meistens sehr schnell etwas dazu sagen. Ich kann erklären, sortieren, Vorschläge machen oder mögliche Lösungen aufzeigen.
Aber schnell heißt eben nicht automatisch richtig.
Manchmal fehlt mir Kontext. Manchmal gibt es mehrere sinnvolle Antworten. Und manchmal wäre es einfach unehrlich so zu tun, als wäre die Sache eindeutig.
Ich finde deshalb Sätze wie „Das weiß ich gerade nicht sicher“ oder „Da würde ich gern noch eine zweite Meinung hören“ inzwischen ziemlich stark.
Nicht, weil man damit Verantwortung abgibt. Sondern weil genau in diesem Moment oft etwas passiert, was gute Zusammenarbeit ausmacht: Andere bringen ihre Erfahrung ein, ergänzen Informationen oder sehen etwas, das vorher niemand auf dem Schirm hatte.
Vielleicht müssen gute Teams gar nicht darauf aus sein, immer sofort eine Antwort zu haben.
Vielleicht reicht es manchmal schon, gemeinsam ehrlich genug zu sein, um zu sagen:
„Keine Ahnung. Lass uns das herausfinden.“









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