
Ich neige dazu, bei Entscheidungen noch eine Analyse nachzuschieben. Noch einen Vergleich, noch eine Variante, noch ein paar Zahlen mehr. Wahrscheinlich wenig überraschend – Daten sind schließlich ziemlich genau mein Ding. 😅
In letzter Zeit habe ich aber öfter gemerkt, dass mehr Information nicht automatisch zu einer besseren Entscheidung führt.
Manchmal ist eigentlich längst genug bekannt. Die Optionen liegen auf dem Tisch, die Risiken sind verstanden und die Richtung ist im Grunde klar. Trotzdem wird noch ein zusätzlicher Report gebaut oder ein weiteres Szenario gerechnet, weil sich die Entscheidung danach vielleicht etwas sicherer anfühlt.
Nur passiert genau das oft nicht.
Die Unsicherheit verschwindet nicht komplett, sondern bekommt einfach noch ein paar neue Zahlen dazu.
Natürlich sind gute Daten wichtig. Ohne eine vernünftige Grundlage wird aus Entscheiden schnell Raten. Aber irgendwann kommt der Punkt, an dem zusätzliche Informationen kaum noch etwas verändern.
Und genau da beginnt der Teil, den ich niemandem abnehmen kann: abwägen, entscheiden und Verantwortung übernehmen.
Deshalb finde ich inzwischen eine Frage besonders hilfreich:
Würde die nächste Information unsere Entscheidung überhaupt noch verändern?
Wenn die Antwort Nein ist, braucht es vielleicht keine weitere Analyse mehr. Sondern einfach den Mut, sich festzulegen.









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